Das große Shooter-Duell

Ausgangslage
Am 12. Oktober erschien der neue Titel von Activision: Call of Duty Black Ops 4. Über ein Monat Vorsprung also auf den großen Konkurrenten Battlefield 5 und mehr als genug Zeit, sich in der Gaming-Community zu beweisen. Bei vielen Actionfans rund um den Erdball ist Black Ops 4 seither Thema Nummer 1. Aber genauso viele schwören auf die Battlefield-Teile.

Mitte November schicken EA und DICE mit etwas Verspätung Battlefield 5 ins Rennen. Geht es nach den Analysten, steht der Sieger schon vorab fest – zumindest, was Vorbestellungen und die Verkaufsprognose betrifft. Immerhin erscheint das neue Battlefield kurz nach Blockbustern wie Paw Patrol: Im Einsatz und eher kleineren Titeln namens Red Dead Redemption 2 und Fallout 76.


Sowohl die inzwischen 15-teilige Call of Duty-Serie als auch die 12-teilige Battlefield-Reihe hatten ihre Höhen und Tiefen (ich sage nur wir schicken alle ins Weltall...). Trotzdem haben beide Lager eine sehr große und meist sehr treue Fanbase.


Der Vergleich

Call of Duty: Black Ops 4

Call of Duty: Black Ops 4 setzt da an, wo die Vorgänger aufgehört haben. Nachdem sich die Entwickler mit dem WWII-Ableger zurück auf die Stärken der Serie besonnen, gehören Exosuits, Schubdüsen und Walljumps endgültig der Vergangenheit an. Black Ops 4 setzt auf die klassischen Stärken der Reihe (zumindest, was die Modern Warfare-Ära anbelangt): Schnelle Kills, coole Unterstützungen und zahlreiche Belohnungen.

Das Ganze kombiniert Activision mit gelungenen futuristischen Gadgets, die dem Spiel ihre Würze verleihen, allerdings ohne dabei zu stark vom Kern-Spielgefühl abzuweichen. So sind es die Spezialisten-Klassen, die den Multiplayer von Black Ops 4 so besonders machen. Spezielle Klassen, die mit ihren besonderen Eigenheiten aufwarten und verschiedene Spielertypen ansprechen.

Black Ops 4 setzt auf schnelle Matches, kurze Runden und Action im Sekundentakt. Zeit zum Erholen bleibt keine. Das gefällt Profis, spricht allerdings auch Neulinge an, die trotz des meist kurzen Lebenszyklus einfache Erfolge feiern. Nicht zuletzt auch, weil im neuesten Ableger Assists – also Hilfen bei der Eliminierung eines Gegners – als Kills gewertet werden. Das hält die Motivation aufrecht.


Battlefield 5

Auch bei DICE lautet das Motto für den neuesten Ableger offenbar „back to the roots“. Nach mehreren mehr oder weniger geglückten Experimenten kehrt die Serie dorthin zurück, wo sie groß geworden ist: In den Zweiten Weltkrieg.

In den vergangenen Jahren hat Battlefield mehr oder weniger erfolgreich mit verschiedenen Szenarien experimentiert, wobei das grundlegende Spielgefühl – anders als bei der Konkurrenz - weitestgehend erhalten blieb. Battlefield 5 zeigt jedoch eine andere Seite des Weltkrieges, als wir sie bisher gesehen haben. Während uns Waffen, Fahrzeuge und Setting also äußerst vertraut vorkommen, sorgen die Umgebungen und Karten, aber auch einige spannende Neuerungen für frischen Wind.

Doch Battlefield im Jahr 2018 spielt sich fast genauso, wie Battlefield im Jahr 2002. Nur eben mit modernerer Technik und neuen Möglichkeiten. Bedeutet: Wir stürzen uns in gewaltige Massenschlachten, entwerfen mit unserem Trupp ausgefeilte Strategien und nehmen an Matches teil, die gut und gerne mal eine Stunden dauern.


Die durchschnittliche Lebenszeit fällt länger aus als bei der Konkurrenz und auch Scharfschützen bekommen genug Zeit, aus sicherer Entfernung an der Schlacht teilzunehmen. Dabei nehmen sie dank exklusiver Markierungsfunktion trotzdem eine wichtige Rolle für das Team ein. Dank neuem Zermürbungssystem ist es zudem Campern nicht mehr möglich, die ganze Runde an einer Stelle zu verharren. Sinnvolle Neuerungen, die einige der größten Kritikpunkte der Reihe ausmerzen.

Umringt von Panzern stürmen wir ganze Städte, Flugzeuge kreisen über uns, Gebäude stürzen ein – Das sind die Momente, in denen Battlefield am besten funktioniert und wodurch sich die Reihe seit jeher auszeichnet. Hinzu gesellen sich einige kleine, aber gelungene Neuerungen die für frischen Wind im angestaubten Weltkriegs-Szenario sorgen.


Black Ops 4 und Battlefield 5. Beides sind Ego-Shooter, die in Sachen Spielgefühl unterschiedlicher nicht sein könnten. Welches euch mehr zusagt, muss wohl jeder für sich entscheiden. Aber was auch immer Ihr spielen wollt, Ihr werdet in unserer Community genügend Kameraden für die Schlacht finden.

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    Über den Autor

    LaLuna Pyrolyse Co-Leader

    Kommentare 1

    • Schöner Artikel. Mir fehlt lediglich, dass Cod bereits den Battle Royal Modus stellt und selbst verwaltet. Bf5 kann da noch nicht mithalten und haben wenn ich richtig informiert bin die Entwicklung auch outgesourced. Für mich das Argument schlechthin. Mir Parteilichkeit zu unterstellen wäre aber auch absolut richtig :D